DIE YSERWALLFAHRT

Die Yserwallfahrt ist in erster Linie ein pietätsvolles Gedenken an die gefallenen Frontsoldaten von 1914 bis 1918 sowie an alle Opfer von Krieg und Gewalt. Die Botschaft von der Yser wird auf ihre Aktualität überprüft und das flämische Parlament erhält – als rechtmäßiger Vertreter der gesamten flämischen Gemeinschaft – die Gelegenheit eine Botschaft zu bringen.

Alle Flamen sind bei der Yserwallfahrt herzlich willkommen. Die Yserwallfahrt bringt jährlich eine ausgewogene Botschaft von Frieden - Freiheit - Toleranz und ist eine Feierlichkeit der gesamten flämischen Gemeinschaft.

Die Verlegung der Yserwallfahrt von Ende August auf den 11. November (seit 2013) ist die logische Konsequenz der vor einigen Jahren einsetzenden Rückkehr zu den Ursprüngen, der vor einigen Jahren einsetzenden Neuprofilierung dieser ehrwürdigen Bekundung, die sich IM und DURCH den Lauf der Geschichte zu einer politischen Debatte entwickelt hat, als ein friedliches Gedenken der gefallenen flämischen Frontsoldaten, erweitert auf alle Gefallenen, Flamen und Wallonen, Soldaten und Zivilisten im Großen Krieg und auf ALLE Opfer von Krieg und Gewalt, egal an welchem Ort auf der Welt.

„Nie wieder Krieg“, „Nooit meer oorlog“, „Plus jamais de guerre“,„No more war“: dieser Herzenswunsch der Frontsoldaten ist und bleibt die Motivation für unser Handeln, Denken und Tun. Frieden ist nämlich nichts statisches, Frieden ist vielmehr ein zeitlich begrenzter Zustand von Nicht-Krieg, Frieden fällt nicht einfach vom Himmel, nein, genauso wie „Liebe“ ist „Frieden“ ein Tätigkeitswort.